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Schmuckpflege für Gold, Silber und Uhren

Kurz und prägnant: regelmäßige Pflege verlängert Lebensdauer und Wert. Gold und Silber brauchen unterschiedliche Beachtung. Uhren erfordern eigene Intervalle für Dichtungsprüfungen und Service. Für Schmuck gilt stets: vermeiden von mechanischer Belastung, Kontakt mit Chemikalien und schmutziger Lagerung. Eine weiche Reinigung nach dem Tragen und jährliche Sichtkontrolle sind einfache Maßnahmen, die sofort greifen.

Materialien, Reinigung zu Hause und professionelle Behandlung

Materialien, Reinigung zu Hause und professionelle Behandlung

Goldlegierungen unterscheiden sich deutlich in Härte, Farbe und Pflegebedarf. Feingold ist sehr weich, 18 Karat enthält 75 Prozent Gold, 14 Karat rund 58,3 Prozent. Vergoldete Stücke haben nur eine dünne Goldschicht, oft 0,2 bis 2,5 Mikrometer bei hochwertigem Vergoldung. Silber in Schmuckform ist meist Sterling Silber mit 925er Feingehalt. Silber läuft an durch Schwefelverbindungen in Luft und Kosmetik.

Vor dem Einsatz von Hausmitteln sind zwei Regeln zu beachten: sanft vorgehen und keine alkalischen Reiniger bei empfindlichen Steinen verwenden. Für die meisten Goldstücke genügt eine Lösung aus lauwarmem Wasser und neutraler Seife, eine weiche Zahnbürste reinigt Verzierungen. Sterlingsilber lässt sich mit einer speziellen Poliertuch oder einer Paste aus Natron und Wasser behandeln, jedoch nicht bei Perlen oder porösen Steinen anwenden.

Unten eine übersichtliche Gegenüberstellung mit Empfehlungen zu Legierungen und Pflegemethoden. Vorher kurz prüfen: Steine, Fassung und Oberflächenart.

Material / Legierung Feingehalt / Kennzahl Typische Eigenschaften Empfohlene Reinigung zu Hause Profiempfehlung
Feingold 999 Sehr weich, reines Gelbgold Nur Abwischen mit Mikrofasertuch Polieren vorsichtig, selten nacharbeiten
18 Karat Gold 750 Weich bis mittel, langlebig Lauwarmes Seifenwasser, weiche Bürste Aufpolieren, bei Bedarf Neulack oder Rhodinierung
14 Karat Gold 585 Härter, alltagstauglich Seifenlauge, weiches Tuch Entfernen von Kratzern, Nachlöten bei Fassungen
Vergoldet / Goldplattiert dünne Schicht Verschleiß durch Abrieb Sanft abwischen, kein Schmirgeln Neuvergoldung bei Abnutzung (Vermeil mind. 2,5 µm)
Sterling Silber 925 Anläuft, weicher als Messing Mikrofaser, sanfte Silbersubstanz Ultraschall nur ohne poröse Steine, Rhodinierung möglich
Rhodiniert / Weißgold Beschichtung Kratzfestigkeit variiert Nur sanftes Polieren Rhodium-Neubeschichtung alle 1–3 Jahre je nach Trageverhalten

Für hartnäckigen Schmutz oder oxidierte Fassung sind professionelle Verfahren sinnvoll. Ultraschallgeräte entfernen Schmutz in engen Fassungen, sind jedoch tabu bei Perlen, Opalen, Korallen, Türkis und manchen Smaragden. Dampfreinigung kann in Fachbetrieben sicher eingesetzt werden, vorausgesetzt Fassungen und Steine sind stabil.

Oberflächen, Steine, Perlen, rhodinierte Stücke und Uhrenpflege

Oberflächen, Steine, Perlen, rhodinierte Stücke und Uhrenpflege

Mattierte oder satinierte Oberflächen sind empfindlich gegenüber Politur. Polieren verändert die Textur, deshalb nur Staub und leichte Verschmutzung mit einem weichen Tuch entfernen. Polierte Oberflächen lassen sich einfacher aufarbeiten, Kratzer bleiben jedoch sichtbar und müssen fachgerecht geschliffen werden.

Edelsteine verlangen differenzierte Behandlung. Diamanten sind hart, aber Fassungen können sich lockern. Smaragde sind oft mit Ölen behandelt; Ultraschall kann Schäden hervorrufen. Perlen und Emaille reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit, Säuren und Alkohol. Perlen sollten nur mit einem feuchten Tuch gereinigt werden und nie in Seifenlauge eingelegt werden.

Rhodinierte Schmuckstücke bieten hellere Farbe und Anlaufschutz. Rhodiumschichten nutzen sich mit der Zeit ab. Rhodinierung kann in der Werkstatt erneuert werden. Vergoldete Stücke brauchen besonders vorsichtige Lagerung und sind für intensiven Alltag weniger geeignet.

Uhrenarmbänder: Lederbänder meiden Wasser und Schweiß. Nach Kontakt mit Feuchtigkeit mit trockenem Tuch abtupfen und an der Luft trocknen lassen. Metallbänder lassen sich mit Bürste und Seifenwasser reinigen. Gehäuse sollten regelmäßig auf Dichtigkeit geprüft werden. Mechanische Uhren benötigen einen Service alle drei bis fünf Jahre. Quarzuhren profitieren von einem Batteriewechsel samt Dichtungsprüfung etwa alle zwei bis drei Jahre.

Vermeidung von Schäden ist entscheidend. Dazu gehören:

  • Beim Auftragen von Kosmetik, Parfüm oder Haarspray Schmuck ablegen.
  • Beim Sport, Schwimmen und Schlafen Schmuck und Uhren möglichst nicht tragen.
  • Keine groben Stöße und keine scharfen Kanten auf Schmuck wirken lassen.

Regelmäßige Sichtkontrollen sind sinnvoll. Verschlüsse, Steinfassungen und Ösen sollten jährlich geprüft werden. Kleinreparaturen wie Nachlöten oder Nachsetzen von Steinen verlängern die Lebensdauer erheblich.

Bolliger Schmuck & Uhren bietet persönliche Beratung, professionelle Reinigung, Politur, Rhodinierung, Vergoldung und Uhrenservice an. Bewertungs- und Versicherungsgutachten werden von zertifizierten Fachkräften erstellt. Für mechanische Uhren sind typische Serviceintervalle sowie Prüfung der Wasserdichtigkeit Bestandteil des Angebots. Eine fachkundige Begutachtung klärt Wert, Zustand und notwendige Maßnahmen. Für nachhaltige Pflege liegen umweltfreundliche Reinigungsoptionen vor, die biologische Reinigungsmittel und wassersparende Verfahren kombinieren.

Für besonderen Wertschmuck empfiehlt sich eine Dokumentation mit Fotos und Gutachten. Versicherungen in der Schweiz und in Deutschland erfordern oft eine professionelle Schätzung. Service und Instandsetzung sollten immer von qualifizierten Fachkräften durchgeführt werden, um Materialverlust und Wertminderung zu vermeiden. Bolliger Schmuck & Uhren nimmt Zeit für persönliche Beratung und bietet maßgeschneiderte Pflegepläne an, passend zum Material, zur Oberfläche und zur Nutzungshäufigkeit.

©2025 Bolliger Schmuck & Uhren - Fotografie: Jean-Jaques Ruchti - Konzept, Design & Umsetzung: UPCOM AG